„Soll ich es machen, soll ich es nicht machen…“

Leider weiss ich nicht auf welchem Stand Du bist, doch ich garantiere Dir, Du wirst viele Punkte in diesem Blog wiedererkennen und hast die eine, oder andere Erfahrung schon selbst durchgemacht (gewisse hoffentlich bereits überwunden).

Das Thema „Angst“ beim Parkour ist sowohl positiv, als auch negativ.
Oft bewahrt uns unser Verstand vor möglichen Fehlschlägen. In manchen Situationen übertreibt er es aber mächtig und wir fühlen uns wie ein kleines Würstchen, obwohl wir wissen, dass alles nur Hirngespinste sind.

Auf unserem Blog werden wir gelegentlich psychologische Aspekte einfliessen lassen, die wiederkehrend im Parkour stattfinden.

Ich werde Dir nebst der Aufzählung der Punkte, auch immer eine Lösung anbieten, welche nicht immer bei jedem funktioniert, sehr oft aber reicht, um deinen Kopf kurzzeitig ruhig zu stellen:

1. Das ringen mit der Höhenangst

Die Höhenangst ist im Parkour eine der häufigsten Ängste die ein Beginner hat. Nichtsdestotrotz kann sie Dich gewaltig einschüchtern, das sogar ab Zentimetern über dem Boden. Um die Höhenangst bewältigen zu können brauchst ein aktives Training, das vorsieht, jedesmal mit dieser Angst konfrontiert zu werden.Du musst dich nicht vom ersten Tag an in zehn Metern Höhe begeben, beginne doch mit einem Meter – etwa die Höhe einer Vorgarten-Mauer.
Wenn Du eine Person bist, die sich langsam an solche Dinge gewöhnt, dann überstürzte es nicht gleich, mache in deinem Tempo Fortschritt.
Als nächstes kannst Du dich an Mauern, oder Garagenboxen wagen – in etwa der Höhe von drei Metern.Merke Dir aber eins: Wenn Du auf Privatgelände bist, dann wundere dich nicht, wenn du vertrieben wirst – das ist nämlich verboten!
(Auch wenn du weggeschickt wirst: Sei höflich zu den Leuten! Wenn du frech zu den jeweiligen Personen bist, dann darfst Du dich nicht wundern, wieso Parkour als Vandalismus angesehen werden könnte…)Nach einer Zeit könntest du es mit kleineren Vordächern, oder Monumenten versuchen die etwa die fünf Meter Marke knacken.Lasse dir Zeit bei dieser Angst, dann wirst Du sie erfolgreich los!

2. Mein Kopf will es wagen, doch mein Körper blockiert

Ich denke du kennst diese Momente vorallem vom deinen ersten Parkourtrainings, oder aber Du stehst an einem Punkt, an dem dein Training stagniert und du grössere Schritte wagen musst, um weiter fortschritt zu machen.

In solchen Momenten mache ich immer etwa das selbe Ritual, um mich wieder zu finden, ohne dass ich in einer Gedankenflut ertrinke – es dann auch nicht ziehe:

  • Zähle innerlich, oder laut von drei runter, oder auf drei hinauf und springe dann zwingend.
  • Wenn dies keine Früchte getragen hat, mache fünf Liegestütze um deinen Kopf mit etwas anderem zu beschäftigen.
  • Lehne dich mit den Füssen und dem Oberkörper leicht nach vorne, sodass du quasi nach vorne fallen würdest wenn du nichts machst.

3. Was ist wenn das Hindernis kaputt geht (oder schon kaputt ist)?

Diese Angst kann schnell besänftigt werden: Begutachte und teste das Hindernis zuerst, bevor du dies überwindest.

Wenn dieser Test erfolgreich war: Los geht’s!

4. Schaut mir gerade jemand zu?

Den Punkt „Lampenfieber“ kenne ich persönlich sehr gut (oder hasse ich sehr fest…).

Wir haben ständig das Gefühl, Jemand würde jede Millisekunde unserer Bewegungen begutachten und haben deswegen Angst uns völlig in die Situation / den Sprung hineinzuversetzen. Einerseits durchdringt uns ein „Beobachtet-werden-Gefühl“ und anderseits wollen wir genau dann keine Fehler machen, wir könnten sonst zum Gespött der Menge werden…

Rate mal was passieren wird?!

Genau, du traust dich nicht, oder du failst und wirst zur Lachnummer. Wenn du gute Freunde hast, dann antworten sie darauf bloss: ,Alles ok?‘, oder schenken dir ein kurzes Lächeln.

Bei dieser Angst solltest Du dir wirklich im Klaren darüber sein, dass Du nicht auf einer Bühne stehst und falls dir jemand zuschaut, bewundert er Dich eher, als das er Dich überwacht.

5. Ich habe die falschen Schuhe/Hosen/etc. angezogen – ich kann so den Sprung so nicht machen…

Meiner Meinung nach, gehört dieser Punkt schon fast zu den Klassikern.

Ab einem gewissen Level werden Dich Sprünge immer stärker mental herausfordern. Die Entscheidung liegt an dir, ob die Schuhe, das Wetter, das Mos am Element, die zu enge Trainerhose oder auch die Musik daran Schuld ist, dass Du diesen einen Sprung nicht wagst. Verstehe mich nicht falsch, ich schätze Dich bloss so ein, dass du weisst, das z.B. Flip Flops keine idealen Trainingsschuhe sind oder Jeans störend sein können.

Dementsprechend liegt es oftmals an unserem Denken. Natürlich haften nicht alle Schuhe gleich gut an diversen Wänden, oder Hindenissen, jedoch liegt es am Dir, ob nun das ganze Training für die Katz war (weil du abgerutscht bist), oder ob Du einen Weg finden willst es zu schaffen.

Weiter geht es im zweiten Teil.

Ein Kommentar zu „9 Dinge die dir im Parkour grundlos Angst machen! – Teil 1

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