Aus dem Artikel: „Nach dem Training Dehnen„, weisst Du bereits, warum das Dehnen nach dem Training essentiell ist. Heute erkläre ich dir, wieso Du ein intensives und statisches Dehnen in deine tägliche Routine einplanen solltest.

Zu allererst möchte ich dir von meiner damaligen Situation bezüglich des
„Nicht“-Dehnens erzählen. Von ihr kannst Du lernen, wieso sich mühsames Dehnen letzten endlich trotztem mehr lohnt, wie gar nicht zu dehnen:

Viele Jahre hatte das Dehnen für mich keine Bedeutung, es war verlorene Zeit mit etwas, das überhaupt keinen Sinn machte. Das einzige was ich wollte war mehr trainieren, um besser und stärker werden.

Mein Verdienst dadurch war eine Retourkutsche im Bezug zu meiner Flexibilität und anschliessend auch der Gesundheit meines Rückens. Mein unterer Rücken und mein Becken waren derart verspannt und verkürzt, dass es mir chronisch auf einen Nerv gedrückt hat, was wiederum bewirkte, dass ich einen ständigen, stechenden Schmerz in Bein und Po hatte. Was die Situation, zusammenhängend in meiner damaligen Lehre noch verschlimmerte, denn ich war damals in meinem letzten Lehrjahr und musste Arbeitsprozesse über das Betonieren lernen. Eigentlich ja keine „schwere“ Sache, nur hob ich die Betonsockel auf, wie eine Banane. Gebracht hat mir dies noch mehr Beschwerden – ich musste zwei Wochen zu Hause im Bett bleiben und die Rückengegend kühlen. Für mich war DAS der absolute Horror; zwei Wochen lang kein bisschen Bewegung, denn eigentlich bin ich der, der jeden Tag mindestens drei Stunden raus ging um sich auszupowern…

Ich suchte also einen Doktor auf, welcher mich direkt an die Physiotherapie verwies.
Der Therapeut zeigte mir die Eine oder andere Kraftübung, meinte aber, dass meine Schmerzen hauptsächlich von der Unbeweglichkeit kämen. In den folgenden Sitzungen dehnten wir also ausschliesslich und siehe da: Der Schmerz entsteht nur noch bei intensiver Belastung. Schritt für Schritt besserte sich die Lage und nun bin ich schmerzfrei. Wenn ich mich täglich dehne, spüre ich gar nichts mehr, vergesse ich es aber zu viele Tage hintereinander, braust sich langsam und schleichend wieder ein Schmerz zusammen.

Was kannst Du jetzt aus meiner Erfahrung lernen?

Dehnen dauert lange, ist unangenehm und schmerzt je nach dem gewaltig, doch was auf dich wartet, wenn Du keinen Bock auf dehnen hast, wird dir viel mehr Schmerz und Leid bereiten. Das schlimmste für mich war nicht der Schmerz, sondern die Auszeit die ich nehmen MUSSTE. Ich konnte ganze zwei Jahre nicht richtig trainieren. Gewisse Sprünge gingen gar nicht, andere nicht allzu oft. Bei unserer Bewegungsart, können sich durch die starken Aufschläge beim Landen, Muskeln relativ stark verhärten, teilweise dadurch auch verkürzen. Wenn Du jetzt noch eine muskuläre Dysbalance (sprich z.B. einen zu stark trainierten Rücken und einen sehr schwachen Bauch, oder umgekehrt) in der gerade erwähnten Region hast, musst nicht lange warten um die ersten Symptome zu spüren.

Meine tägliche Dehnroutine dauert nicht Stunden lang, bloss 30 Minuten.
Zur klassischen statischen Dehnung (Dehnübung halten, ohne zu wippen), löse ich meine Faszien unglaublich gerne mit einer Blackroll. Die Faszien sind so gesehen die Hülle deiner Muskeln – wie bei einem Kabel, der Gummi, der die einzelnen Drähte umschliesst – welche mit konstantem und intensivem Training, gerne verkleben (was eben sehr schmerzhaft sein kann). Beim ausrollen mit der Blackroll wirst Du, bei stark verklebten Faszien, sehr viel Schmerzen verspüren, welche aber bei regelmässiger Anwendung immer geringer werden.

Ganz nebenbei können deine entspannten Muskeln, egal wobei, mehr Leistung erbringen, wenn diese nicht verkrampft und/oder verklebt sind!

Heute wieder mein Call-to-Action:

  • Dehne dich jeden Morgen, oder wenn es für dich besser passt, jeden Abend statisch. Für den Anfang reichen zehn Minuten völlig aus. Erhöhe die Dauer der Dehnung, wenn Du dich bereit dazu fühlst. Wenn Du zu Hause eine Blackroll hast, teste es mal aus; danach fühlt man sich (danach…) völlig entspannt!

 

Merke dir: Sehe das tägliche dehnen nicht als Zwang an, sondern als Prävention vor Muskelverhärtungen, Faszienverklebungen und vor allem späteren Schäden an!

 

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel weiterhelfen und würde mich über ein Like und einen Kommentar sehr freuen!
Teile mir mit, was dich sonst noch interessieren würde.

In diesem Sinne – wir lesen uns im nächsten Artikel!

Ein Kommentar zu „Dehnen sollte in deiner täglichen Routine sein!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.