Vielleicht fragst Du dich bei dieser Überschrift nun, was wohl damit gemeint ist?

Einfach erklärt: Das Parkour Training schult dich nicht nur körperlich, sondern auch enorm mental! Ich behaupte es gibt wenige Bewegungskünste, die den Geist dermassen herausfordern.

Was Dir das Training diesbezüglich beibringt und wie Du die erlernten Stärken in dein Training und deinen Alltag integrieren kannst, erfährst Du weiter unten.

 

Lernen mit der Angst umzugehen

Die Angst ist eine Emotion, die Du so gut es geht in Griff bekommen solltest. Und das lieber zu früh als zu spät. Wenn Du deiner Angst zu viel Raum gibst, ohne das Du sie in die Schranken weist, ist es schnell passiert, dass sie dich überrumpelt und dann alles was ein bisschen Mut und Vertrauen braucht, als Lebensgefährlich einstuft – dich hindert es zu wagen. Wie bei (fast) allem, kann die Angst ebenso unter Kontrolle gebracht werden.

Wichtig: Ich schreibe hier von einer „normalen“ Angst, nicht von anerkannten psychischen Erkrankungen wie z.B. Panik- und Angstattacken etc.

Alleine dadurch, dass Du Parkour machst, forderst Du dieser ständiger Begleiter heraus. Du wirst Schritt für Schritt lernen (müssen), diese Angst als Antrieb zu nutzen und dich nicht von ihr zermalmen lassen. Wenn Du nicht aktiv an deinem Angstpotential arbeitest, verfällst Du ihr und sie wir dir andauernd neue und unsinnigere Blockaden bescheren. Aus einem inneren Druck entsteht meistens grosses Potential, also nutze es auch!

Welche Ängste auf dich zukommen werden und wie Du diese mildern und wegtrainieren kannst, liest Du im Artikel „9 Dinge die dir grundlos Angst machen„.

Das Parkour Training bietet dir den idealen Boden, dich mit deinen tiefgründigen Ängsten und Blockaden auseinander zu setzen (und keine Neuen zu bilden). Du wirst in relativ kurzer Zeit merken, dass Du im Alltag, gleich wie im Parkour-Training, auf Hindernisse triffst, die dir Angst machen. Diese musst Du lernen zu überwinden.

 

Über die Komfortzone hinausgehen

Unter der Komfortzone versteht man, das sich eine Person in einer Handlung sicher und wohl fühlt, ohne das grössere Zweifel aufkommen.

Über die Komfortzone hinaus gehen meint nun also: Dinge zu machen die für das Gehirn neu und unangenehm sind. Für jeden kann es etwas ganz anderes sein. Als Beispiel: Vor die Kamera gehen mag für dich vielleicht völlig gemütlich sein, jemand anderes wird dabei aber völlig panisch. Fremde Personen ansprechen mag mir gut liegen, dir graust es davor schon nur beim Gedanken daran. In „Parkour-Sprache“ gesprochen: Während dein Kollege alle verschiedenen Variationen an Vaults übt, blockierst Du bereits beim Katzensprung, da Du dich noch extrem unwohl darin fühlst.

Für introvertierte Menschen ist die Komfortzone meistens kniffliger zu verlassen, wie für Extrovertierte, da sich die Introvertierten in den gewohnten Abläufen wohlfühlen und sich ungern in Situationen begeben, die komplett neu und anders sind. Die Komfortzone zu verlassen kann mühsam und schmerzhaft sein, aber es lohnt sich allemal.

Eine Methode um sie übertrumpfen zu können, beschreibt Mel Robbins in ihrem Buch: „The 5 seconds rule“. Laut ihrem Buch können wir unser Hirn austricksen, wenn wir vor einer Situation stehen, die uns in unserer Komfortzone hält. Sie beschreibt darin die „Fünf-Sekunden-Regel“ mit praktischen Übungen, um direkt zu starten. Im Parkour kennen wir bisher die Drei-Sekunden-Regel und ist eigentlich relativ ähnlich, halt bloss mit zwei Sekunden weniger Zeit dazwischen.

Immer wenn Du merkst, deine Komfortzone will dich vor neuen und mutigen Schritten zurückhalten, zählst Du von fünf auf null und machst direkt den ersten Schritt in dieser Tätigkeit! (Z.B. Springen, jemanden anrufen, kochen, etc.)

 

Lernen Dinge immer und immer wieder zu machen

Den selben Präzisionssprung 100 mal zu machen ist nicht unbedingt spannend, doch es hilft dir ungemein deine Technik und Sprungkraft zu trainieren. Mit der Zeit gewöhnst Du dich an Schritte, die x-mal wiederholt werden müssen und sie nerven dich nicht mehr so sehr wie zu Beginn. Erinnere dich mal zurück an dein erstes Mal Zähneputzen… Seien wir mal ehrlich: keiner wollte es machen!

Durch die ständige Wiederholung des selben Ablaufs, lernst Du im Alltag z.B. jeden Tag für die Schule zu lernen, frisch zu kochen, Krafttraining zu machen etc. Im Training z.B. richtig zu landen, dich korrekt abzufangen und vieles mehr.
Du weisst ja: Repetition is the key (Wiederholung ist der Schlüssel zum Erfolg)!
Parkour kann dich für solche Aufgaben enorm schulen, dran zu bleiben und nicht nach einmalig getaner Arbeit aufzuhören.

 

Fünf weitere Eigenschaften findest Du in Teil 2.

 

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel weiterhelfen und freue mich über ein Like und einen Kommentar von dir!
Bis dahin – wir lesen uns!

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