Parkour trainiert nicht nur deinen Körper, es trainiert auch deinen Verstand. Vielleicht nichts neues für dich. Was Du dabei aber genau lernst, im Bezug zur Persönlichkeitsentwicklung, weisst Du trotzdem noch nicht genau.

In diesem Artikel zeige ich dir fünf weitere mentale Stärken auf, die Du eins nach dem anderen lernen wirst, je intensiver Du trainierst. Da ich Dir die Merkmale heute schon nennen werde, besitzt Du den Vorteil, dass Du dich bereits im nächsten Training danach ausrichten kannst.

Wenn Du die ersten drei Punkte aus dem letzten Artikel noch nicht kennst, findest Du sie hier.

 

Deine beiden Hirnhälften lernen besser miteinander zu kommunizieren; Logik trifft auf Kreativität!

Ein äusserst positiver Punkt, finde ich. Durch das routinierte und ständig fordernde Parkour-Training lernen deine beiden Hirnhälften nämlich besser miteinander zu kommunizieren. Neuronen verbinden sich dabei Kreuz und quer und verleihen dir dadurch ein stärkter vernetztes Denken. Der logische, linke Teil, aber auch der kreative, rechte Teil deines Gehirns arbeitet in der Regel immer miteinander. Bei jedem von uns wird jedoch eine der beiden Hirnteile ein bisschen mehr beansprucht. In Sekundenschnelle muss dein Gehirn Abstände, Gefahren und Bewegungen erkennen und auch gleichzeitig Aktionen ausführen können. Es muss zudem auch Ideen und Wege finden, wie Du z.B. am einfachsten und effizientesten von Punkt A nach Punkt B kommst, an einem Spot, bei dem Du keinen direkten Weg erkennen kannst.

Du siehst: Je vernetzter dein Hirn arbeiten kann, desto einfacher findet es Lösungen für Hindernisse und Probleme, die bei deinem Training (und in deinem Lebenauftreten.

 

 

Du lernst dich selbst zu pushen, anstatt nur neidisch auf andere zu schauen

Der, für mich, grösste Gewinn beim (mentalen) Training, ist der Fokus, den man immer stärker für sich selbst bekommt. Wenn Du besser werden willst, kannst Du nicht gleichzeitig neidisch zu anderen hinüber schauen und in positiven Gedanken und Träumen schwelgen. Stattdessen wirst Du dir Gedanken-Gespinste machen, wieso diese Person etwas schafft und kann, und Du nicht.  Anstatt Du anschliessend auf den Putz haust und vollgas gibst, blockierst Du dein Training nun selbst und machst im schlimmsten Fall gar nichts mehr an diesem Tag.

Kein Handeln gleich kein Ergebnis. Kein Ergebnis zu sehen, wirkt sich auf deine Psyche aus, wie Du ein Verlierer wärst. Dein Verstand wird dies mit der Zeit auch bemerken und kehrt das innere Auge öfters nach innen, anstatt nach aussen. Du wirst lernen (müssen), mehr auf dich und deinen Fortschritt zu schauen. Früher oder später muss dies in deinem Verstand einprogrammiert sein, denn wenn nicht, bleibst Du an Ort und Stelle stehen und machst keine Fortschritte mehr – du wirst demotiviert.

Fokussiere dich also ab sofort mehr auf dich selber !

Andere sind höchstens noch deine Motivatoren. Und falls sie dich nicht motivieren, so fokussiere dich noch mehr auf dich selbst – Du willst ja DICH verbessern und nicht sie, oder?!

 

Du wirst das „schauen-und-lernen-Prinzip“ Anwenden können

Anders gesagt: Babys lernen zu gehen, spezielle Bewegungsmuster zu machen, lernen blitzschnell Sprachen, machen Mimiken von anderen nach und lernen dadurch in kürzester Zeit alles wichtige für ihr Leben.

Du als „Nicht-Baby“ kannst diese äusserst erfolgreiche Technik wiedererlernen. Zu deiner Anfangszeit hast Du sicher erst einmal versucht, Parkour-Techniken „logisch“ zu erklären, als Du sie gesehen hast – was Dir aber mit grosser Sicherheit nicht gelungen ist, da dein Verstand den Ablauf solcher Bewegungen noch nicht verstanden hat. Du kannst deinem Verstand aber wieder beibringen, dass er durch abschauen mehr und einfacher neue Dinge lernen kann. Nach einer „Angewöhnungsphase“ wird dein Verstand dieses Verhalten übernehmen und ab dann immer anwenden.

Die einfachste Methode, dieses Verhalten in kurzer Zeit zu lernen, ist meiner Meinung nach die „Nachmache-Runde“:
Beim Training  mit deinen Freunden, macht ihr eine Reihenfolge aus. Der Erste macht einen Sprung, oder gleich einen Run vor und alle anderen müssen diesen nun auf die gleiche weise nachmachen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Du nun alles genauso schön machst, oder gar failst. Es geht bloss darum, wie ein Baby immer wieder nach zu machen, umzufallen, aufzustehen und wieder nachzumachen! So werden sich bei dir in kurzer Zeit Erfolge ersichtlich machen!

Der Grund für diesen schnellen Erfolg findest Du in deinem Kopf: Bevor dein Verstand überhaupt einschreiten kann und schreit: „Halt! Das ist gefährlich!“, hast Du es bereits versucht, egal ob erfolgreich oder nicht erfolgreich. Du polst deine Denkweise durch dieses Verhalten so oder so in die richtige Richtung um. Und auch wenn Du dabei fehlschlägst, steh auf und versuch‘ es nochmal – wie ein Baby halt.

 

Du wirst näher zu dir selbst finden, weil Du musst; sonst bist Du nicht konzentriert.

Wenn wir während dem Training auf jeden Kommentar und auf jedes Geräusch achten würden, wären wir schier überfordert mit all den Informationen, die in unserem Hirn ankommen. Deswegen filtert unser Hirn in jedem Augenblick tausende von Eindrücken und wiederspiegelt uns bloss die, die für uns wichtig scheinen. Manchmal klappt es aber nicht immer ganz, der beleidigende Kommentar oder das Auslachen eines Kollegen reisst uns, während wir mitten im Sprung sind, komplett aus dem Konzept – wir landen völlig miserabel, verletzen uns vielleicht sogar dabei, was leider keine Seltenheit ist.

Um solch eine Situation in die Schranke zu weisen, musst Du deinen Verstand bewusst auf das Hindernis – und nur auf das Hindernis lenken!
Welche Farbe hat das Hindernis? Aus welchem Material besteht es? Ist es Sauber oder schmutzig? Besondere Merkmale, wie z.B. ein Sticker der daran klebt? Wo fällt der Schatten am Hindernis entlang? etc.

Mit solchen Fragen kannst Du deinem Verstand in Windeseile auf die Sprünge helfen, den Fokus auf dein Training und wichtiger, den Sprung zurücklenken. Am besten machst Du dir solche Gedanken immer, wenn Du dich auf einen Sprung vorbereitest. Vor allem in den Anfängen deines Trainings, erlebst Du alle Sinneseindrücke noch miteinander, Du kannst noch nicht filtern. Genau deshalb ist es wirklich keine schlechte Idee, diese Methode von Anfang an in deine Trainingsroutine zu integrieren – je fokusierter Du bist, desto schneller machst Du Fortschritte im Training.

 

Du verstehst es die „Extra-Meile“ gehen zu müssen

Ein Wort, dass sich vor allem in Amerika sehr grosser Beliebtheit erfreut. Gebraucht wird es, um jemandem klar zu machen, dass er noch mehr über sein Limit gehen muss. Wenn ich von dir zehn Liegestütze verlangen würde, müsstest Du mit der „Extra-Meile“ mindestens eine mehr machen, sprich elf. Die „Extra-Meile“ zu machen ist eine Art Lebenseinstellung, denn Du wendest sie auf alles an, nicht nur auf das Training.

Im Prinzip besagt es also, dass Du immer mehr machen solltest, wie von dir verlangt wird, aber auch, wie viel Du von dir selber verlangst!

Ich weiss, diese Technik kann sehr herausfordernd sein, vergiss aber nicht:

Je öfters Du etwas machst, desto mehr wird es zur Gewohnheit!
Um dir eine neue Gewohnheit anzutrainieren musst Du dein Gehirn jeden Tag mit dieser Aufgabe herausfordern. Bis sich diese aber festsetzt, sprechen Wissenschaftler von einer Gewöhnungsphase von 30 bis 33 Tagen.
Bleib also dran und gib nicht auf!

 

Ich hoffe, ich konnte dir diesem Artikel etwas wertvolles mit auf den Weg geben.
Sei dem so, würde ich mich unglaublich über ein Like und einen Kommentar freuen!
Bis dahin – wir lesen uns im nächsten Artikel!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.