Immer wieder höre ich die Frage: „Wie gefährlich ist Parkour, passieren da viele Unfälle?“ Ebenso beliebt ist auch die Frage, ob schon mal jemand gestorben sei, durch das trainieren von Parkour und Freerunning.

Dass Parkour nicht ungefährlich ist, kannst Du dir wahrscheinlich selber denken. Leider gibt es ein Paar Todesfälle zu verzeichnen. Meistens betraf dies aber Freerunner und nicht Traceure. Aus dem Bauch heraus kann ich sagen, dass diese tödlichen Unfälle nicht aus „nicht-können“ entstanden sind, sondern eher aus einem Übermut, gepaart mit einer Unterschätzung der möglichen Gefahren. Parkour und Freerunning an sich, sind nicht unbedingt gefährlicher wie andere Sportarten. Ich behaupte sogar, dass in beiden Bewegungsarten, ein geringeres Unfallrisiko herrscht, wie zum Beispiel beim Fussball. Eigentlich ist diese Frage also sogar bloss mit einem Satz zu beantworten:

Das Parkour-Training ist nur so gefährlich, wie Du es dir selbst machst!

Bist Du also völlig euphorisch, und willst im ersten Training bereits Techniken anwenden können, die normalerweise monatelange Vorbereitung brauchen, steigt dein Unfallrisiko enorm an. Wenn Du dagegen jahrelang ausschliesslich in einer Halle mit Matten trainierst, sinkt das Unfallrisiko zwar, Du selbst bleibst aber, im Bezug zu deinem Trainingsfortschritt, auf der Strecke, da ein Aussentraining für dein Weiterkommen unerlässlich ist.

Wenn Du Parkour lernen willst, ohne dich zu verletzen, dann schau Dir hier den Parkour-Basics Videokurs an. Ein sicheres Training ist bereits die halbe Miete Deines Erfolges! 😉

Um dieser Frage nun genauer auf den Grund zu gehen, musst Du für dich klären, was dir persönlich wichtiger ist: schneller Fortschritt oder verletzungsarme Sicherheit?

Meiner Meinung nach, ist ein gesunder Mittelweg das genialste, denn so bist Du nicht ständig extrem Unfall anfällig, machst aber trotzdem kontinuierlich gleich grosse Schritte nach vorne in Richtung deiner Ziele.

Während deinen ersten Trainings ist es also keine doofe Idee, ein Paar Matten zu viel bei deinem Hindernis zu deponieren. Deine ersten Sprünge solltest Du erst einmal auf Bodenhöhe üben, bevor Du in die Höhe gehst. In der Regel kennst Du nämlich die Kräfte und Aufschläge noch nicht, die dein Körper abfangen und abfedern muss, welche natürlich in einer grösseren Höhe, viel heftiger einschlagen. Ein grosses Augenmerk solltest Du auf Sicherheits-Techniken, wie die Parkour-Rolle, den Safe-Tab und das sichere und korrekte Landen legen. Das gleiche gilt draussen: Steigere dich Schritt für Schritt und springe nicht einfach darauf los; weite Distanzen bei Präzisionssprüngen kannst Du zum Beispiel in Sand, Kies, oder auf dem Rasen üben. Sobald Du sicherer auf deinen Füssen unterwegs bist, und dir nicht mehr in jedem Training fünfmal den Fuss verstauchst, kannst Du beginnen, Sprünge auf den blanken Asphalt-Boden, oder auf Betonmauern zu machen. Natürlich dauert diese Phase nicht Monate, wenn Du nach einem Training bereits ready bist, dann nichts wie los!

Zusammenfassend heisst das also für dich:
Trainiere immer minimal über deine Grenzen, achte aber dennoch genügend auf die Sicherheitsaspekte, die zu deinem besten Wohl sind, auch wenn sie manchmal nervig sind. Dein Ziel ist es, nicht nur gut zu werden; sondern auch lange fit zu bleiben!

Bis dahin – wir lesen uns im nächsten Artikel!


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