Wieso bei jedem Wetter trainieren?

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Viele Traceure und Traceusen vermeiden es bei Regen, Schnee und Sturm Parkour zu trainieren. Leider ist ihr Argument allzu oft, um das Training auszulassen: „Wenn es regnet/schneit/stürmt/kalt ist, ist es zu gefährlich um zu trainieren, ich will mich nicht verletzen…!“

Doch ist es wirklich „so gefährlich“ Parkour zu trainieren, wenn es gerade nicht mal warm und sonnig ist?

Klar mit „Ja“, oder „Nein“ die Frage nicht beantwortet werden, denn eigentlich ist es tatsächlich gefährlicher: überall rutscht man ab, Oberflächen reflektieren Intensiver, durch den Wind verliert man eine gewisse Körperkontrolle, aber auch die Kälte kann einem zu schaffen machen, und den Körper so anfälliger machen für Fehler, Verletzungen und Erkältungen.

In Wirklichkeit lernt man dadurch aber seinen Körper viel besser zu fühlen und kontrollieren, und reagiert so auf Situationen klüger und schneller. Zu Beginn musst Du dich darauf einstellen, dass Du öfter mal failen wirst. Wie beim trainieren in der Dunkelheit (den Artikel dazu findest Du hier), benötigst Du eine gewisse Eingewöhnungsphase. Ist diese einmal in deinem Hinterkopf abgespeichert, kannst Du bei jedem Wetter genau gleich gut trainieren, ohne dabei grössere Blockaden oder Ängste zu entwickeln. Ebenso lernst Du mit „ungewöhnlichen“ Umständen umzugehen, heisst Du kannst auf einmal auf nassen Geländern landen, ohne das es dich gleich umnietet. Logischerweise meine ich dies in einem möglichen Rahmen, sprich: Acht Fuss weite Katzen-Präzis rutschen wenn es regnet trotzdem noch enorm fest. Warte deshalb bis der Spot wieder trocken ist, Du musst Unfälle ja nicht extra provozieren.

Ein guter Anfang ist es, auf nassen Geländern balancieren zu üben und sich von da aus weiter zu steigern. Wichtig hierbei ist, dass Du dir dafür Zeit lässt und nicht gleich beim zweiten Training auf „Schön-Wetter-Niveau“ sein willst. Ich vergleiche das Training bei verschiedenen Wetterlagen mit dem fahren von verschiedenen Fahrrädern. Jedes Wetter ist quasi ein neues Fahrrad, an das Du dich zuerst gewöhnen musst: Mit deinem eigenen Fahrrad fährst Du immer besser, wie mit einem fremden Rad.

Im Winter kann im Schnee zu trainieren extrem witzig sein. Zum Beispiel kannst Du Flips in einen Schneehaufen versuchen und trotzdem (relativ) sanft landen. Mit dem Schnee kommt aber auch das Eis, und dieses kann dir böse Verletzungen bescheren. Du solltest für diese Umstände gewappnet sein und deswegen oft „mit einem fremden Rad fahren“, ansonsten wirst Du garantiert nicht sicherer und verletzt dich wahrscheinlicher, wenn Du einmal im Schnee trainierst.

Immer nur bei schönem und warmen Wetter Parkour zu machen ist nur halb so witzig. An die neuen Umstände wirst Du dich schnell gewöhnen und eine Menge spass dafür entwickeln. Ich feiere es jedesmal, jemanden im Winter zu begegnen, der komplett eingepackt ist und dank der Kälte kaum ein Körperteil ausgiebig bewegen kann, während ich im Pullover jegliche Sprünge mache, ohne mit der Wimper zu zucken.

Das genialste, was Du aus solchen Trainings lernen kannst, ist dass Du dich selber dazu bringst, bei „Wind und Wetter“ nach draussen zu gehen und einfach dein Ding durchzuziehen, egal was andere denken!

Zu meiner Anfangszeit hatte mir das Training draussen, bezüglich Regen und Schnee, nicht immer so viel Spass gemacht wie heutzutage – ich hasste es, um ehrlich zu sein; es war kalt, nass, dunkel… Kein angenehmes Umfeld um zu trainieren. Je länger, je mehr merkte ich, dass mich genau solche Umstände weiter gebracht haben, sei es trainingsbezogen, aber auch mental. Bei jedem Wetter draussen zu trainieren steigert dein Selbstbewusstsein, denn während andere sich Zuhause verkriechen, trotzt Du dem Wetter und zeigst dadurch, was Du erreichen willst, und Du lernst deinen Körper in ungünstigen Verhältnissen immer noch unter Kontrolle zu halten!


Wenn ich dich ermutigen konnte raus zu gehen, auch wenn es gerade schneit und kalt ist, dann lasse mir doch ein Like da und teile diesen Artikel! Wenn Du fragen oder Unklarheiten hast: Packe sie in die Kommentare!

Bis dahin – wir lesen uns im nächsten Artikel!

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